Kunstakademie
Die Akademie der bildenden Künste in München kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Bekannte Künstler hat sie in dieser Zeit hervorgebracht - wie beispielsweise Wassily Kandinsky oder Paul Klee.
Bereits 1770 wird der Vorläufer der heutigen Akademie etabliert, 1788 erfolgt die erste Ausstellung. Jedoch ist die Akademie zunächst eine reine Schule für Männer. Erst 1813 immatrikuliert sich die erste Frau. Zwischenzeitlich wird dieses Recht jedoch wieder abgeschafft. 1812 wird Johann Wolfgang von Goethe - gern gesehener Gast der so genannten Mannheimer Sammlung - zum Ehrenmitglied der Akademie ernannt. 1854 beginnt Wilhelm Busch sein Studium an der Münchener Akademie der bildenden Künste.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gilt die Akademie der bildenden Künste in München als Herz der Künstlerszene, die zunehmend ausländische Studierende anzieht. 1886 wird der Akademie nach zwischenzeitlichem Baustopp ein neues, offzizielles Gebäude übergeben.
In der NS-Zeit wird einigen Lehrenden aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder dem ihrer Ehefrauen gekündigt. 1944 wird die Akademie bei einem Fliegerangriff zerstört. Der Wiederaufbau ist von Pragmatismus gezeichnet. Schnell ist das Gebäude zu klein. Doch erst in der Zeit von 2003 bis 2005 wird das Institut um einen Neubau erweitert.
Heute sind etwa 700 Studierende an der Kunstakademie in München eingeschrieben.